MOTIVENT 2009 Video

impressionen 2009


































MOTIVENT 2009 oder: Vom Regen – in ein grandioses Fest!

GROMMBOMMBOROMMBOMMMM – damit meldete sich so um halb sechs morgens der Tag. „Oh nein – das war´s dann wohl“  -meldete sich die erste erwachende Gehirnzelle. Die zweite mit „Das Gewitter“ von Ludwig Uhland, verfremdet durch Heinz Erhard („Urahne, Großmutter, Mutter und Kind in dumpfer Stube versammelt sind, ´s ist Mittwoch, da hört man von ferne …“).
Alles kam ganz anders: Rund 35 Gespannfahrer, 2 Triker, jede Menge Motorr­adfahrer – und vor allem rund 140 behinderte Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern und Freunden erlebten ein wirklich ganz tolles Fest.

Nach dem Donnergrollen am Morgen (mit Vorhersagen, die zwischen „vormittags schön“ und „Platzregen und Hagel“ lagen) kamen sie alle, ab 11 Uhr, um ein Uhr war das Gelände der Esther-Weber-Schule für Körperbehinderte voll mit Menschen. Zunächst fand eine Begrüßung statt, mit dem Schirmherrn, Ulrich von Kirchbach, Bürgermeister für Soziales und Kultur in Freiburg.

Die ersten Ausfahrten in Gespannen und zum Teil auch mit Motorrädern und den Trikes mit den Behinderten begannen. Hier zeigte sich, dass es sich gelohnt hatte, das motivent an einen neuen Ort zu verlagern: hin zu einer Schule mit körperlich behinderten Menschen. War bei den drei vorherigen motivents noch das Verhältnis von Gespannfahrern zu Behinderten etwa 2 : 1, waren wir diesmal vor ein ganz neue Situation gestellt: fast fünf mal so viele Kinder wie Gespannfahrer! Die Gespanne hatten also im Durchschnitt fünf mal die Ausfahrtstrecke von rund 20 Kilometern zu fahren! Danke, dass Ihr diesem Anspruch standgehalten habt, liebe Gespannfahrerfreunde Dreiländereck und liebe übrige Gespannfahrer!

Diese harte Arbeit forderte ihren Tribut: Drei Gespanne machten schlapp (Elektrik, Kreuzgelenk, ein Bremszylinder).
Charles Masselter erhielt einen Pokal und eine Kiste guten Rotwein für die weiteste Anfahrt mit seinem Gespann – aus Luxemburg!

Organisatorisch war das Ganze – nun, sagen wir mal: erfreuliches, sich selbst organisierendes Chaos. Am Morgen war überhaupt noch nichts absehbar.

Was soll man sagen: Es funktionierte, und die anschließenden Tipps geben uns fürs nächste Mal (dass es das gibt, davon kann man wohl ausgehen!) gute Ideen. Wichtig ist, festzuhalten, dass die Gespannfahrer sich wünschen, dass am Anfang vor allem die Kinder mit stärkeren Behinderungen ihre Chance bekommen.

Danke den Motorradfreunden Eschbachtal, die mit einer Zehnerdelegation einsprangen, wo es nötig war.

Die Tombola war (auch dank Adi Oberst von den Oldtimerfreunden Dreisamtal) rasch ausverkauft, Essen und Getränke liefen wie warme Semmeln, die drei Bands (Nachtwerk, TOXIC SOX und die Schul-Band e-motion) rockten ab, es gab einen Stand mit raffinierten alkoholfreien Mixgetränken, die Verkehrswacht bot einen Seh- und einen Reaktionstest, DRAISIN zeigte mit Muskelkraft bewegliche Fahrzeuge für behinderte Menschen, es gab einen Rollstuhlparcour, die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke hatte einen Stand, „motivent“-T-Shirts und –Basecaps wurden verkauft, und … und … und.

Wir, der motivent e.V., werden nun Bilanz ziehen und dann den erwarteten Überschuss dem Förderverein der Esther-Weber-Schule und der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke. Wir werden berichten!

Wieder mal geht ein motivent zu Ende, das die vorherigen übertroffen hat.

Ein müder und von der Sonne leicht versengter Initiator bedankt sich bei allen, die mitgeholfen haben, auch den Eltern, Kindern und Jugendlichen aus und in der Schule – und auch für Geduld und Improvisationsfähigkeit!

Es ist im Leben wie mit dem Wetter: Nicht unterkriegen lassen!

Dr. Manuel Kunst
Photo: Manuel Kunst, Ulrich von Kirchbach und zwei Harleyfahrer

Unten im Video einige Impressionen von der Ausfahrt.
(Zur Steuerung des Videos mit der Maus über das Video fahren)

Nächstes Motivent am
25. Mai 2017

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