MOTIVENT 2011 Video

impressionen 2011


































Eine Veranstaltung mit ihrem ganz eigenen Charme –
Power und Gemeinschaft!

Viele strapazieren gerne den Begriff Solidarität – die meisten scheinen damit zu meinen, dass andere für sie solidarisch einstehen sollen – im Zweifel „der Staat“.

Derzeit ist auch „Inklusion“ ein Zauberwort: Menschen mit und ohne Behinderungen sollen möglichst nicht voneinander getrennt leben, sondern alles – angefangen bei Kindergarten und Schule – soll gemeinsam erlebt werden.

In dieser Hinsicht ist das „motivent 2011“ wirklich solidarisch im Sinne von aktiv mitmenschlich und irgendwie auch „all inclusive“ gewesen: Bei sich ständig steigerndem Wetter trafen sich an Christi Himmelfahrt Gespannfahrer, Triker, Motorradfahrer und viele Menschen mit und ohne Behinderungen in der Esther-Weber-Schule in Emmendingen-Wasser.

Auf dem Programm standen vor allem: Mehrere von der Stadt Emmendingen genehmigte Ausfahrten von Konvois vor allem aus Gespannen und Trikes sowie Motorrädern - und einem VW-Kastenwagen! Passagiere: Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen mit Behinderungen.

Anfänglich zauderten noch manche der potentiellen Mitfahrerinnen und Mitfahrer. Zu fremd waren die donnernden Maschinen und die sie steuernden Menschen. Doch als die Passagiere der ersten Ausfahrt mit ihren fröhlichen Gesichtern ausstiegen, war der Damm gebrochen: Die Gespanne und Trikes fuhren in fast unkontrollierbarem Rhythmus mit ständig neuen Insassen die 18 km lange Strecke um die Hochburg. Die Motorradfreunde Eschbachtal, die versuchten, sicherzustellen, dass jeder nur einmal zum Zuge kommt, bevor nicht alle einmal dran waren, hatten ihre liebe Mühe – schließlich regelte sich alles halt doch wieder selbst. Bis zu zehn Mal fuhr jedes Gespann aus!

Erneut ein ganz herzliches Dankeschön an die Gespann- und Trikefahrer, die das wie immer selbstlos auf sich nahmen. Es ist für mich immer wieder ein Wunder, wie Ihr alle kommt, und inzwischen habe ich gar keine Sorge mehr und weiß, dass das geschieht, obwohl ich bis zuletzt keine Ahnung habe, wer sich zeigt! Euer Einsatz forderte auch diesmal wieder seinen Tribut: Ein Gespann – ausgerechnet das des Mannes aus Luxemburg – musste abgeschleppt werden. Trotz rührender Hilfe eines im Ort wohnenden Motorradfans, nicht der jungen Generation, der von der Zündspule bis zum Vergaser alles aus seinem Fundus zauberte, um das MZ-Gespann wieder zum Laufen zu bringen – das ist Solidarität! – blieb dieses stur und musste zum Schluss auf einem Tieflader abgeschleppt werden.

Auch sonst ging nicht alles immer glatt – ein Gespannfahrer verlor den Tross und geriet auf Abwege – die Eltern der mitgenommenen Kinder erlitten bange Minuten, bis sie ihre Kinder wieder bei sich hatten.

Jeder hatte rasch verinnerlicht, worum es ging. So war das motivent 2011 eine großartige, in sich geschlossene Sache. Alle waren zufrieden und lobten die einmalige Atmosphäre, zu der alles beitrug: Sonne, Wind, ein Rondell auf dem Gelände der Schule, das praktisch zum Karussell für startende und ankommende Ausfahrten wurde, das Essen, die unterschiedlichen Men­schen, die zusammenge­kommen waren, die Musik der Schulband, der Band Galgenhumor (beide Bands mit Menschen mit Behinderungen) und das Jugendorchester des Denzlinger Musikvereins.

Die Eltern der Schulkinder und das Küchenpersonal, die Zivis und viele andere sorgten für Sitzgelegenheiten, Speis und Trank, winkten die Ankommenden ein, um zu sortieren, wer Mitfahrer mitnehmen kann, nur parkt oder sein Motorrad abstellen will, und standen für alle Sorgen und Nöte mit Rat und Tat zur Seite, samt Direktor Kirchhoff, dessen pragmatischer Offenheit ja auch zu verdanken ist, dass es das motivent nun in Emmendingen-H2O geben kann.

Vertreten waren auch die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke, die Aktion „Freiburg für alle“, der Küchenchef des Bildungs- und Beratungszentrums in Stegen, und auch die Freiburger Stadträtin Anke Dallmann und die Namenspatronin der Schule und Schirmdame der Veranstaltung, Esther Weber, beide auf den Rollstuhl angewiesen, der Rollstuhlparcours von Herrn Weber-Kranz, einige Motorradclubs, einzelne Motorradfahrer – und – und – und.

Viele haben uns unterstützt: Zur Tombola trugen viele Freiburger Geschäftsleute und aus der Umgebung Sachspenden bei. Beispielsweise ein schöner Motorradhelm vom Motorradzentrum Freiburg war der Hauptpreis.

Adolf Oberst, der einzige Mann mit Frack, brachte die Lose mit großem Erfolg unter die Leute – auch wenn seine Leierorgel kaum gegen das Menschen- und Lärmgetöse ankam… Herzlichen Dank!

Auch Spenden wurden beigetragen: Besonders vom Kiwanis-Club Freiburg im Breisgau uns Einzelmitgliedern davon, die zusammen über 1000 Euro spendeten, dann von der Sparkasse und von der Mercedes-Benz-Niederlassung in Freiburg St.-Georgen, dann von der Moto-Thek in Waldkirch, vom Weingut Gebrüder Mathis aus Merdingen (dank Frau Ruth Mathis) und vom Sanitätshaus Pfänder, und anderen mehr.

Es wird nie gelingen, alle aufzuzählen, die mitgeholfen haben. Also nochmals kollektiv: Herzlichen Dank!

Wie immer werden wir nun alles aufrechnen und den Erlös – es kann wohl wieder ein Betrag von 5000 Euro erhofft werden – an den Förderverein der Esther-Weber-Schule und die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke gespendet werden. Auf das nächste Mal in zwei Jahren!

Einen schönen Artikel aus der Badischen Zeitung kann man sich hier durchlesen >>

Nächstes Motivent am
25. Mai 2017

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